Du willst endlich abnehmen und in Form kommen und hast das schon des Öfteren mit unterschiedlichen Diäten, Ernährungs- und Trainingsprogrammen probiert. Das klappt meistens auch, aber leider nicht dauerhaft.

Ich sage dazu: solange du deine Gewohnheiten und deine Gedanken über dich selbst, Ernährung und Sport nicht änderst, wird das nichts mit dem Gewicht-halten.

Lies weiter und lerne, wie du Gewohnheiten aufdeckst und sie inkl. Glaubenssätzen, die dir im Weg stehen, ändern kannst. Damit du endlich dauerhaft deine (Fitness)Ziele erreichst und das Leben lebst, das du dir wünschst.

Woher kommen Glaubenssätze und Gewohnheiten eigentlich?

Ich gebe zu, dass ich das Wort „Glaubenssätze“ langsam nicht mehr hören kann. Jeder redet davon und das Thema scheint mittlerweile so ausgelutscht zu sein.

„Du musst nur deine Glaubenssätze ändern und schwuuuuppppps – biste glücklich!“

Aber es ist schon irgendwie was dran. Das Glück ist oft so nah, aber wir blockieren uns v. a. durch unsere Denkmuster selbst.

In unserer Kindheit entstehen im Unterbewusstsein bestimmte Glaubenssätze.

Diese sind total unterschiedlich und kommen meist von unseren engsten Bezugspersonen.

Wenn z. B. unsere Eltern etwas sagen – über bestimmte Themen oder auch über uns als Person – oder vorleben, glauben wir ihnen sofort alles. Das tun wir, weil wir sie lieben, es nicht besser wissen können und zum Überleben auf sie angewiesen sind.

Wir nehmen diese Dinge ungefiltert und ganz besonders stark an, wenn sie mit Emotionen verbunden sind und ständig wiederholt werden.

Nicht alle Glaubenssätze und Gewohnheiten haben wir von unseren Bezugspersonen übernommen. Manche haben wir uns auch durch Erfahrungen angeeignet, die wir gemacht haben.

Das läuft alles unterbewusst ab und wir merken es quasi gar nicht, welche Glaubenssätze da gerade entstehen.

Innere Überzeugungen übernehmen das Kommando

Dadurch, dass wir diese Glaubenssätze tief verankert haben, entstehen bestimmte Gedanken, die wir gewohnheitsmäßig in allen Situationen des Lebens denken.

Aus Gedanken folgen Gefühle, die somit ebenfalls gewohnheitsmäßig sind. Gefühle sind der Treibstoff für unser Handeln. Und Handlungen führen immer zu Resultaten.

Wenn du also mit deinen Resultaten im Leben nicht zufrieden bist, solltest du ganz vorne bei deinen Glaubenssätzen anfangen.

Du kannst schlussendlich durch andere Handlungen (Gewohnheiten) die Ergebnisse herbeiführen, die du anstrebst und so dein Leben verändern.

Wie schon gesagt, sind Gewohnheiten, die „emotionsgeladen“ sind, ganz besonders stark.

Das ist jetzt erstmal alles ziemlich theoretisch. Aber lies weiter.

Gewohnheiten bei der Ernährung

Wenn du z. B. damit groß geworden bist, dass es nachmittags um 16 Uhr immer Kaffee und Kuchen gibt, kann es sehr gut sein, dass du diese Gewohnheit bis ins Erwachsenenalter mit übernimmst.

Die Wahrscheinlichkeit dafür ist ganz besonders hoch, wenn du ein solches Event mit Emotionen verbindest wie

  • „es ist immer so schön, mit der Familie zusammenzusitzen“
  • „es gab immer mein Lieblingsgetränk – ich kann es jetzt noch schmecken“

Weitere Beispiele (es gibt noch unzählige mehr – du wirst deine am besten kennen):

  • Feierabendbier: „Endlich ist die Arbeit getan, endlich bin ich zu Hause, hach wie schön – darauf jetzt erstmal ein kühles Bier!“
  • Weckmann essen und Glühwein trinken in der Weihnachtszeit: „Weihnachten ist immer so gemütlich und bei den harmonischen Weihnachtsmarktbesuchen mit meinen Freunden gehört ein Glühwein einfach dazu. Der Weckmann signalisiert mir, dass Weihnachten ist – ich liebe es.“

So denkst du das sicher nicht alles bewusst. Es ist vielmehr einfach dieses Gefühl, dass du vielleicht auch nicht immer so in Worte fassen kannst.

Ob es ein besonderes Verbundenheitsgefühl, Geselligkeit oder Familienleben ist. Irgendetwas Schönes und Positives, das auch mit deinen Werten übereinstimmt, verbindest du damit. Sonst würdest du es nicht immer wieder tun.

So änderst du deine Gewohnheiten

Es geht immer erstmal um das Bewusst-machen.

Dafür darfst du deine Gedanken (Glaubenssätze) und dein Verhalten (Gewohnheiten) gerne mal analysieren und hinterfragen.

Um das jetzt direkt mal anschaulich darzustellen, gibt es ein Beispiel von mir aus meiner Schwangerschaft:

In der ersten Zeit war mir morgens nach dem Aufstehen meistens übel. Und dagegen hat Essen immer geholfen.

Bevor ich schwanger war, bin ich morgens meistens auf nüchternen Magen trainieren gegangen. Daran war dann aber nicht mehr zu denken, denn mit Übelkeit ins Fitnessstudio ist nicht so mein Ding.

Also habe ich es mir in dieser Zeit angewöhnt, vor dem morgendlichen Training eine Banane zu essen. Das hat immer super geholfen.

Diese Gewohnheit habe ich mir über Wochen „antrainiert“. Und irgendwann war sie mir gar nicht mehr bewusst. Das lief dann einfach so.

Auch als mir dann nach den ersten Monaten morgens gar nicht mehr übel war, habe ich trotzdem noch eine Banane vor dem Training gegessen. Obwohl es eigentlich gar keinen Grund mehr gab.

Und darauf will ich hinaus: wir tun Dinge oft nur noch, weil sie über längere Zeit zur Gewohnheit geworden sind. Sie laufen immer weiter – ob es für uns Sinn macht oder nicht.

Nach einer gewissen Zeit sind sie so im Unterbewusstsein abgespeichert, dass wir scheinbar die Kontrolle über sie verloren haben.

Deshalb solltest du dich zwischendurch immer mal wieder fragen:

  • Warum mache ich das eigentlich?
  • Macht es in meiner aktuellen Situation Sinn?
  • Bringt es mich meinen Zielen näher?

Gewohnheiten erkennst du u.a. an Aussagen wie

  • „Das habe ich/haben wir schon immer so gemacht.“
  • „Das ist halt so.“
  • „Das ist doch normal.“
  • „Das mache ich immer so.“

Von der „Pre-Workout-Banane“ habe ich mich dann natürlich wieder verabschiedet als mir bewusst wurde, dass es keinen Grund mehr gibt.

Lass dich von einem kleinen Hilfsmittel unterstützen

Wenn du jetzt eine (schlechte) Gewohnheit entdeckt hast, die du loswerden willst, kannst du es mal mit einem Gummiband/Haargummi ums Handgelenk probieren.

Sobald du dich bei der Gewohnheit erwischst, flitschst du das Gummiband.

Ja, es darf kurz ziepen – Nein, es sollte nicht bluten! 😉

Durch den Schmerzimpuls weißt du bzw. dein Unterbewusstsein: „Nicht gut! Sofort aufhören und in Zukunft vermeiden.“ Außerdem lenkt es dich ab, holt dich aus der Situation raus und hilft dir, dich auf andere Gedanken zu bringen.

Ich muss zugeben, dass dieser Trick bei unliebsamen Gedanken/Glaubenssätzen noch etwas besser funktioniert als bei Gewohnheiten. Vor allem auch, wenn du dich wieder mal in einer gedanklichen Negativ-Abwärtsspirale befindest.

Damit meine ich Gedanken/Glaubenssätze, die dir nicht guttun, dich runterziehen, dich belasten und du auch weißt, dass sie eigentlich sinnlos sind.

Wenn du z.B. (gewohnheitsmäßig) immer wieder über ein bestimmtes Thema grübelst oder dich gedanklich über deinen Chef aufregst usw., flitsche das Gummiband.

So soll dein Unterbewusstsein lernen, dass es diese Gedanken streichen soll, weil sie nicht gut für dich sind.

Das ist übrigens nicht für jeden was. Bei dem Einen klappt das wunderbar, bei der Anderen überhaupt nicht. Probiere es einfach mal aus.

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Nutze Gewohnheiten für dich

Dass man sich schnell an eine Sache gewöhnt ist aber durchaus auch positiv.

Nutze „die Macht der Gewohnheit“ für die Gewohnheiten, die du aufbauen willst (die, die dich deinem Ziel näherbringen und dich glücklich machen).

Du musst sie nur so oft wiederholen, dass du nicht mehr darüber nachdenkst und sie zur Selbstverständlichkeit werden.

Natürlich solltest du dich damit auch wohl fühlen und es sollte dir wirklich was bringen und im besten Fall Spaß machen 🙂

Denn wenn du krampfhaft versuchst, dir etwas anzugewöhnen, das du eigentlich doof findest, bringt das auch wieder nichts.

Deshalb ist es im Bereich Sport/Training auch so wichtig, dass du etwas für dich findest, was dir wirklich Spaß macht.

Du wirst dich wohl kaum daran gewöhnen können, 3mal pro Woche einen 10km-Lauf zu machen, wenn du laufen total blöd findest.

Nimm dir jetzt Zettel und Stift und beantworte die folgenden Fragen.

  • was ist mein Ziel und warum will ich es erreichen?
  • welche Gewohnheiten will ich aufbauen, die mich meinem Ziel näherbringen (und zu mir passen und mit denen ich mich wohl fühle)?
  • welche Gewohnheiten hindern mich daran, mein Ziel zu erreichen und will sie deshalb loswerden?

Fange mit einer Sache an und wenn die sitzt, mach mit der nächsten weiter.

Das Schöne an Gewohnheiten ist, dass du nicht mehr über sie nachdenken musst, sobald sie einmal richtig sitzen.

Im Endeffekt sind alle täglichen bzw. wöchentlichen „Standard-Abläufe“ Gewohnheiten. Und das sind in der Regel ganz schön viele.

Jetzt setze dich aber nicht unter Druck, sondern gehe einen Schritt nach dem nächsten.

Und wenn du eine Gewohnheit z.B. nur an zwei Tagen pro Woche aufbauen möchtest, ist das auch okay. Es geht hier nicht um „entweder jeden Tag oder gar nicht!“.

Das wäre genau die falsche Einstellung und die Gefahr ist dabei zu groß, dass du sofort das Handtuch wirfst, wenn du mal nur einen „schlechten“ Tag zwischendurch hast.

Was du natürlich schon bedenken solltest: je seltener pro Woche du deine Gewohnheit „erledigst“, desto länger wird es dauern bis sie wirklich „drin“ ist.

Dein Leben ist das Resultat deiner Glaubenssätze

„Wir Dicken haben ja so ein Image“ – das sagte mir mal eine Kundin als wir über ihre gescheiterten Abnehmversuche sprachen.

Sie war der Meinung, dass dieses Image so aussieht: „wir Dicken sind faul und schaffen es ja eh nicht“. Und sie konnte gar nicht so genau sagen, wie sie zu dieser Annahme bzw. dieser Meinung kam.

Scheinbar ist unbewusst dieser Glaubenssatz entstanden. Und das passiert ständig. Es prasseln jeden Tag so viele Eindrücke und damit auch Meinungen auf uns ein. Fernsehen, Filme, Zeitschriften, Social Media, Werbung, andere Menschen usw.

Das Schlimme ist, dass wir nicht merken, wie uns das alles beeinflusst. Unser Unterbewusstsein saugt so vieles auf, aber wir bekommen das gar nicht unbedingt mit.

Und so kommt dann sowas wie bei meiner o.g. Kundin zustande.

Denkst du, dass dieses Image förderlich ist, wenn man abnehmen möchte?

Natürlich nicht. Solange bei dir abgespeichert ist, dass du als „Dicke/r“ faul bist und es eh nicht schaffst, wirst du immer wieder darin bestätigt werden.

Du hast bestimmt schonmal was von einer sich selbst erfüllenden Prophezeiung gehört.

Hinderliche Glaubenssätze löschen

Es gibt Trainer, Coaches und Berater, die dir empfehlen, dich jeden Tag vor den Spiegel zu stellen und dir mehrfach den gegenteiligen – also den für dich förderlichen – Glaubenssatz ins Gesicht zu sagen.

Ganz wichtig: schaue dir dabei bitte tief in die Augen!

Ich habe das tatsächlich auch mal probiert, kam mir dann aber total blöd vor.

Und wenn man sich nicht gut und wohl fühlt bei einer Sache, bringt es nichts – auch wenn die weltbesten Trainer, Coaches und Berater dir sagen, dass es gut für dich ist.

Mein Tipp zum Ändern von Glaubenssätzen lautet:

Mache andere Erfahrungen! Und das geht nur durch TUN.

Glaubenssätze entstehen nicht nur durch äußere Faktoren (wie oben erwähnt), sondern auch durch Erfahrungen, die wir machen.

Als ich mit Anfang 20 mit Snowboarden begann, konnte ich nicht wissen, wie lange es dauern wird, bis ich mal einigermaßen elegant und sicher die Piste runterkommen würde.

Selbst nach vielen Snowboard-Kursen und Versuchen (mehrere Winter) wollte es einfach nicht klappen.

Der Glaubenssatz der dadurch entstand: „Ich kann einfach nicht snowboarden.“

Weil ich es aber unbedingt können wollte, gab ich nicht auf. Also übte ich und übte ich und übte ich… und irgendwann klappte es!

Seitdem lautet mein Glaubenssatz: „Ich kann snowboarden!“ 🙂

Zugegeben – es ist oft nicht leicht, weiterzumachen, wenn man immer wieder die Erfahrung sammelt, dass man es nicht kann, nicht schafft und ein Vorhaben einfach nicht klappen will.

Dir wird es helfen, ein ganz klares Ziel vor Augen zu haben, an das du glaubst. Wenn dann noch Willensstärke, Geduld und Durchhaltevermögen dazu kommen, hast du es schon fast geschafft.

Und auch hier nochmal die Fragen, die du für dich beantworten kannst:

  • was ist mein Ziel und warum will ich es erreichen?
  • welche Glaubenssätze hindern mich daran, mein Ziel zu erreichen und will sie deshalb ändern?
  • was muss ich tun/mit welcher Sache muss ich anfangen, um Glaubenssätze aufzubauen, die mich meinem Ziel näherbringen?

Mit passenden Gewohnheiten und förderlichen Glaubenssätzen an dein Ziel

Also nochmal in Kurzform.

Du startest immer mit dem Bewusstmachen und Hinterfragen. Ob bei Gewohnheiten oder Glaubenssätzen.

Wenn du etwas aufdeckst, das dich deinen Zielen nicht näherbringt und dich nicht glücklich macht, ändere es wenn du es wirklich willst.

Gewohnheiten baust du am besten durch Wiederholung auf. Wenn du sie zusätzlich mit guten Gefühlen verbindest, wird es dir noch leichter fallen.

Glaubenssätze sind im Endeffekt nur fiktiv. Du kannst sie jederzeit umprogrammieren.

Komme dafür ins Tun und mach mit Geduld weiter, damit du andere Erfahrungen als bisher sammelst und somit andere Glaubenssätze annimmst.

Verrate mir in den Kommentaren, welche Gewohnheit oder welchen Glaubenssatz du für das Erreichen deines Ziels aufbauen möchtest.

Du magst Diäten nicht, ziehst kein Fitnessprogramm lange durch und fühlst dich gestresst?

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