Wer suchet, der findet. Und damit du den richtigen Personal Trainer oder die richtige Personal Trainerin für dich findest, habe ich hier ein paar Tipps, an denen du dich orientieren kannst.

1. Was ist dein Ziel und wer kann dir dabei helfen?

Ohne zu wissen, was du überhaupt erreichen willst im Personal Training, wird es schwer, den passenden Trainer zu finden.

Willst du abnehmen und deinen Körper formen? Oder hauptsächlich deine Rückenschmerzen loswerden? Vielleicht willst du auch als Bodybuilder auf die Bühne. Oder du sehnst dich nach Erholung und einem Ausgleich zu deinem hektischen Alltag. Ist dein größtes Ziel ein Sixpack? Oder willst du deine schlechte Haltung verbessern?

Überlege dir genau, was du willst und dann geh auf die Suche nach einem Personal Trainer, der dir dabei helfen kann.

TIPP: bei Trainern, die „alles für alle“ anbieten, wäre ich vorsichtig. Wenn ein Trainer 10 verschiedene Bereiche hat, in denen er dir angeblich helfen kann, dann frag dich, wie gut er in jedem einzelnen Bereich überhaupt sein kann.

Stell dir vor, du sprichst 10 Sprachen. Wie gut kannst du dann jede Einzelne sprechen (selbst wenn sich manche von ihnen ähneln)? Sprichst du „nur“ 2 oder 3 Sprachen, ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass du diese so richtig gut beherrschst.

2. Trainer oder Trainerin?

Diese Frage kannst du sicherlich schnell aus dem Bauch heraus beantworten. Hier gibt es kein Richtig oder Falsch.

Es gibt Männer, die eine Trainerin brauchen, um erst so richtig motiviert zu sein („der zeig ich’s jetzt“ – Imponiergetue). Und es gibt Frauen, die sich bei einem männlichen Trainer einfach nicht wohl fühlen und lieber „von Frau zu Frau“ trainieren.

Egal ob Mann oder Frau. Wichtig ist, dass dir der Trainer oder die Trainerin sympathisch ist und ihr auf einer Wellenlänge seid. Denn das ist die Grundlage für ein vertrauensvolles Verhältnis, das absolut notwendig für ein erfolgreiches Personal Training ist.

3. Wo willst du trainieren?

Bist du Outdoor-Fan und Naturliebhaber oder brauchst du die Atmosphäre eines großen Fitnessstudios? Willst du zu Hause trainieren oder vielleicht lieber im Büro? Hat der Trainer sogar ein eigenes privates Studio? Und ist es dir wichtig, dass du vor Ort duschen kannst (weil du danach vielleicht direkt zur Arbeit fährst)?

Auch hier gibt es kein Richtig oder Falsch. Du musst einfach wissen, was du willst.

TIPP: überlege dir auch, wie gut der Trainingsort zu erreichen ist. Liegt er eh auf deinem Arbeitsweg oder ist er bei dir um die Ecke?
Du wirst wahrscheinlich keine Lust (und Zeit) dafür haben, ne halbe Stunde hinzufahren und ne halbe Stunde zurückzufahren. Schonmal gar nicht, wenn das Training nur 45-60 Minuten dauert.

4. Wann willst du trainieren?

Morgens um 6, in der Mittagspause oder nach Feierabend. Montag bis Freitag oder auch am Wochenende? Schau dir deine Woche an und mach dir einen Plan, wo da am besten noch Zeit für Training ist. Gar keine Frage, dass das mit den Verfügbarkeiten des Trainers übereinstimmen muss.

TIPP: falls du flexible Arbeitszeiten hast, ziehe ein Training morgens oder vormittags vor. Meine Erfahrung zeigt, dass da die Motivation höher ist. Und du kannst einfach schon nen Haken ans Training setzen und dich für den Rest des Tages auf alles andere konzentrieren.

5. Welche Ausbildung und Qualifikation hat der Trainer?

Ich sag’s dir: schwieriges Thema. Und v. a. auch sehr deutsch. Gerade wir Deutschen müssen immer irgendwie alles schwarz auf weiß haben und wollen offizielle, schriftliche Zertifikate, Abschlüsse und Urkunden sehen. Erst dann glauben wir jemandem, dass er was „drauf“ hat.

Es mag Trainer geben, die 100 Zertifikate mit Bestnote haben, aber weder mit Herzblut dabei sind, noch ihr theoretisches Wissen in die Praxis umsetzen können – und auch überhaupt nicht empathisch mit Menschen umgehen. Und das ist im Personal Training eben auch wichtig.

Der Hobbysportler, der sich schon seit seiner Jugend mit Trainings- und Ernährungsthemen beschäftigt, vieles selbst probiert hat, unzählige Erfahrungen gesammelt hat, aber nur die Fitnesstrainer-C-Lizenz hat, hat unter’m Strich vielleicht doch mehr drauf und kann dir besser helfen als o. g. Kollegen.

Eine Plattform zur Trainer-Suche, die ich dir empfehlen kann, ist personalfitness.de. Hier findest du auch mein Profil. Trainer und Trainerinnen, die dort gelistet sind, wurden vorher gründlich geprüft.

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6. Welches Training macht dir Spaß?

Wenn du schon weißt, was dir im Training so gar nicht gefällt, such dir logischerweise einen Trainer, der diese Tools und Methoden nicht einsetzt.

Oder wolltest du schon immer mal Kettlebell-Training ausprobieren? Oder TRX? Dann geh danach.

Wenn ich trainiere (also ich meine jetzt mein eigenes Training), muss es ordentlich krachen. Nicht von der Lautstärke her, aber von der Intensität her. Irgendein sanftes Gehopse, bei dem ich nicht annähernd ins Schwitzen komme, ist einfach nicht meins.

Aber hier ist jeder anders und das ist okay.

7. Wie sieht das Angebot des Trainers aus?

Guck dir nochmal an, was genau dein Ziel ist. Schon klar, dass das mit der Expertise und dem Angebot des Trainers zusammenpassen muss.

Am besten ist es, wenn ein Personal Trainer ein spezielles Angebot hat, das mehrere Wochen dauert und ein konkretes Ziel anstrebt.

Anders gesagt: von Einzelstunden würde ich die Finger lassen. Denn welches Ergebnis willst du bitte in einer Stunde erreichen? Eine Stunde oder auch zwei oder drei sind nicht zielführend und das Geld kannst du dir sparen.

Unter 8-10 Stunden Personal Training (bei 1mal Training pro Woche) läuft meiner Meinung nach gar nichts. Ein guter Trainer weiß das und berücksichtigt das bei seinen Angeboten.

„Ja, aber um den Trainer kennenzulernen, reicht doch eine Stunde?!“ Na klar, das ist aber auch die einzige Ausnahme. Das läuft dann unter „Probetraining“ und sollte kostenfrei sein. Oder wenn es was kostet, solltest du es verrechnen können, wenn du den Trainer dann anschließend buchst.

Wichtig finde ich auch, dass ein Personal Trainer nicht einfach nur standardisierte Ernährungs- und Trainingspläne mit dir runterrattert, sondern sich auch um deinen Kopf kümmert und sich individuell auf dich einstellt. Dein Mindset, deine Gewohnheiten und Verhaltensweisen sind unglaublich wichtig, wenn du wirklich langfristig etwas verändern willst.

Hier findest du meinen Blogpost zum Thema Gewohnheiten und Glaubenssätze ändern.

Und super wichtig ist: es muss immer unbedingt eine Anamnese, ein Eingangscheck o. ä. gemacht werden. Nur so können Vorerkrankungen, orthopädische/internistische Einschränkungen, aber auch Ziele und Wünsche abgeklärt werden. Von einem Trainer, der sich dafür nicht die Zeit nimmt, rate ich dir ab.

8. Welche Bewertungen hat der Trainer?

Frag Google oder auch Freunde, Bekannte, Kollegen. Welche Erfahrungen andere Menschen gemacht haben, ist wichtig. ABER: nicht jeder kann mit jedem.

Auch wenn die meisten Menschen, mit Trainer XY gut klarkommen, machst du vielleicht eine andere Erfahrung (das passiert mir z. B. immer wieder bei Ärzten…). Bewertungen und Empfehlungen können ein guter Anhaltspunkt sein, aber gehe auch nach deinem eigenen Bauchgefühl.

9. Wieviel Geld möchtest du in dich und deine Gesundheit investieren?

Genauso wie es in der Automobilbranche Fiat und Porsche gibt (und noch ganz viel dazwischen), wirst du auch bei Personal Trainern viele verschiedene Kategorien finden. Zwischen 50€ pro Stunde und 250€ pro Stunde ist alles dabei.

In ca. 90% aller E-Mails und Anfragen, die ich bekomme, steht die Frage, wie teuer eine Stunde denn bei mir ist. Es ist also ein sehr wichtiges Thema. Klar, gar keine Frage: der Preis muss stimmen.

Die meisten Menschen, die sich für Personal Training interessieren, wollen erstmal einen reinen Preisvergleich machen und dann einfach den billigsten nehmen.

Dieser Preisvergleich hinkt aber immer.

Denn du bekommst bei Trainer A nie (nie!) haargenau das gleiche wie bei Trainer B. Selbst wenn Angebote, Philosophien, Konzepte und Methoden ähnlich sind, ist immer die Persönlichkeit des Trainers anders.

Und das macht im Personal Training unglaublich viel aus. Die Persönlichkeit, Stärken, Schwächen, Talente, Erfahrungen usw. machen deinen Personal Trainer einzigartig. Und das sind alles entscheidende Punkte, die das Training bewusst oder unbewusst beeinflussen und eben auch einzigartig machen.

Vergleichst du Trainer miteinander, vergleichst du also immer Äpfel mit Birnen.

Aber warum ist Personal Training denn „so teuer“?

Bei selbstständigen qualifizierten Trainern fallen folgende Kosten an bzw. können anfallen:

  • Studio (Miete, Strom, Internet/Telefon, Equipment, Versicherung)
  • An- und Abfahrten zum Trainingsort
  • individuelle Vor- und Nachbereitungszeit (Auswertung von Tests, Re-Tests und Ernährungsprotokollen, Erstellung von Trainings- und Ernährungsplänen)
  • Berufshaftpflichtversicherung
  • Altersvorsorge, Krankenversicherung
  • Umsatzsteuer, Einkommensteuer
  • Fortbildungen
  • Website, Webpräsenz, Marketing

Diese Auflistung zeigt dir, dass ein ehrlicher, professionell arbeitender Personal Trainer nicht nur 50€ pro Stunde kosten kann- und auch nicht nur 60€ und nicht nur 70€ 😉

Hinzu kommt, dass es durchaus auch ein bisschen weh tun darf, damit du durchhältst und ins Tun kommst. Ganz nach dem Motto „Wenn ich schon so viel bezahle, werde ich jetzt auch alles geben.“

Du würdest den Wert einfach nicht verstehen, wenn du „nichts“ für Personal Training zahlen würdest.

Einen weiteren kurzen Blogpost dazu, was dir deine Gesundheit wert ist, findest du hier.

Und zu guter Letzt:

10. Ist Personal Training überhaupt was für dich?

Du brauchst gar nicht erst nach einem Personal Trainer zu suchen wenn du die Hoffnung hast, dich einfach nur zurücklehnen zu können während jemand anderes endlich deine Probleme löst und dich fit macht.

Klar, wir Trainer sind schon irgendwie „Problemlöser“. Aber kein Mensch auf dieser Welt kann dir deine Ernährung abnehmen oder für dich trainieren. Du entscheidest, ob du die Tafel Schokolade isst oder nicht. Du entscheidest, ob du dich diese Woche bewegst oder nicht.

Personal Training ist nicht so etwas wie eine Kfz-Werkstatt. Du bringst dein kaputtes Auto hin und jemand anderes repariert es für dich. Du kannst dich in der Zeit zurücklehnen und musst am Ende nur die Rechnung zahlen.

So funktioniert Personal Training nicht.

Ein Personal Trainer ist Wegbegleiter, Helfer, Unterstützer, Richtungsweiser usw., aber er kann nicht deinen Weg für dich gehen und dich den Berg hochtragen.

Du musst verstehen, dass du die Verantwortung für dich und deine Gesundheit übernehmen musst. Wenn du das checkst, kannst du gemeinsam mit deinem Personal Trainer oder deiner Personal Trainerin Großes vollbringen. Dann wirst du deine Ziele erreichen, gewünschte Veränderungen sehen und erfolgreich sein.

Lass mich in den Kommentaren wissen, was dein Ziel ist und warum du mit Personal Training starten willst.

Du magst Diäten nicht, ziehst kein Fitnessprogramm lange durch und fühlst dich gestresst?

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